5 Vorteile: der externe Belichtungsmesser

– oder: warum der externe Belichtungsmesser dem internen Messsystem der Kamera überlegen ist

Belichtungsmesser von Gossen

Der Sixtomat F2 von Gossen ist ein kompakter und bedienungsfreundlicher Belichtungsmesser, der auch die Blitzmessung beherrscht. >Klick< auf das Bild, um zum Review zu kommen.

Als die Entwicklung kompakter Kameras noch in den Kinderschuhen steckte und die richtige Belichtung Glücksache war, war er die Killer-App schlechthin: der Belichtungsmesser. Interne Fotozellen waren noch nicht überall eingebaut oder zu oft nicht genau genug. Der externe Belichtungsmesser war wahrscheinlich das erste „Gadget“ für Fotografen, aber seither hat sich viel getan.

Trotz mittenbetonter Integralmessung, Spotmesung, Mehrfeld- bzw. Matrixmessung und ETTL bleiben da ein paar Situationen, die die moderne interne Belichtungssteuerung überfordern. Wie kommt das? Und was spricht heute noch für einen externen Belichtungsmesser?

Erfahre 5 Gründe, die für einen externen Belichtungsmesser sprechen

1. Ein Belichtungsmesser lässt sich nicht von besonders hellen oder dunklen Motiven irritieren

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Wenn der dunkle Anteil in einem Bild überwiegt, führt das interne Messsystem zu einer Überbelichtung. Eine Möglichkeit ist die Belichtungskorrektur oder du verwendest einen Belichtungsmesser.

Die Licht-Sensoren der Kamera messen Helligkeitswerte im gewählten Bildausschnitt und rechnen sie zu einem mittleren Grauwert von 18% zusammen. Diese Methode funktioniert meistens, hat aber leider einen systemisch bedingten Schwachpunkt. Weil die Kamera das von dem Motiv reflektierte Licht misst, werden besonders helle Motive zu dunkel, und sehr dunkle Motive zu hell belichtet.

Tatsächlich misst auch ein Belichtungsmesser nur einen Helligkeitswert, den er in ein mittleres grau umrechnet. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied: anstatt das reflektierte Licht zum messen, misst er das Licht, das bei dem Motiv ankommt (das Objektlicht). Er misst also nicht das reflektierte sondern das vorhandene Licht.

Oder anders gesagt, er misst nicht, wie gut das Motiv Licht reflektiert, sondern die Lichtmenge am Motiv.
Es gibt einen kleinen Trick wie man trotz Objektmessung zu einem exakten Belichtungszeit kommt: als ich noch analog fotografierte, war immer ein grauer Karton in meiner Fototasche. Wenn diese vor das Motiv gehalten wird, misst der Belichtungsmesser der Kamera die Lichtmenge – genauso wie bei der Lichtmessung. Leider lässt sich dieser Trick nicht immer anwenden, wie wir weiter unten sehen werden.

Natürlich ist die Messmethode der Kamera nicht falsch, aber unter bestimmten Umständen geht sie vom falschen Parameter aus und dann ist sie ungenau. Um es drastisch zu sagen: es ist ungefähr so als würde ich dich nach der Uhrzeit fragen und du antwortest mit: „heute hat es sommerliche 26 Grad“.

2. Ein Belichtungsmesser spart Zeit im post processing

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Die Verwendung der manuellen Kameraeinstellung und des Belichtungsmessers hat mir ermöglicht, von verschiedenen Perspektiven aus das Motiv zu erforschen, während die Belichtung immer perfekt war.

Wenn der Belichtungsmesser die vorhandene Lichtmenge misst, führt das zu einem korrekt belichteten Bild. Dadurch entfällt die Nachbearbeitung der Fotos, zumindest was die Belichtungskorrektur betrifft. Natürlich kann man einwenden, dass das Fotografieren in RAW genügend Spielraum lässt, um nachträglich die richtige Belichtung zu finden. Ja, aber… Wer sagt mir dass ich noch genügend Tonwerte auf den Sensor bekomme? Ein richtig belichtetes Foto spart also Zeit. Außerdem nutzt es den möglichen Tonwert- und Dynamikumfang des Sensors besser aus, führt also auch zu besseren Farben und Kontrasten.

* ich weiß dass man auch anders herum argumentieren kann, und ich möchte hier keinen Expertenstreit vom Zaun brechen. Ein gut verteiltes Histogramm nutzt die Dynamik des Sensors richtig aus, ja das stimmt. Ich meine aber dass die Farb- und Tonwerte auf einem korrekt belichteten Bild in der Regel mehr Ausdruck haben als auf einem Bild, dessen Belichtungswert auf die Möglichkeiten des Sensors angepasst wurden. Probier’s einfach selber aus.

3. Ein Belichtungsmesser misst auch Blitz-Lichtquellen

Charakterportrait

Charakterportrait mit entfesseltem Systemblitz und Reflexschirm als One-Light Setup.

Gegenüber dem eingebauten Messsystem können die meisten Belichtungsmesser auch im Blitzbetrieb messen. Das ist besonders für Strobisten interessant, also wenn du mit einfachen Blitzgeräten entfesselt blitzen willst.

Wenn dein Belichtungsmesser Blitzlicht messen kann, erweitern sich deine Möglichkeiten drastisch (gegenüber der internen Messung deiner Kamera). Ja, es stimmt, wenn du entfesselt mit ETTL blitzen kannst, ist ein Belichtungsmesser zunächst verzichtbar. Leider reden wir hier von einem Budget von mind. 1000€ für 2 ETTL Blitze und dazu die ETTL-fähigen Funktrigger. Das kann ganz schön ins Geld gehen, und wenn du dein Model vor einem dunklen Hintergrund freistellen willst, wird es wohl schneller gehen, wenn du in den manuellen Modus wechselst. Dann hast du aber wieder keinen Vorteil mit dem ETTL System, d.h. du sparst damit keine Zeit gegenüber einer manuellen Einstellung.

4. Ein Belichtungsmesser spart Zeit beim Einstellen von anspruchsvollen Lichtsetups

Birlin-Muehle-0304-smallWenn mehrere Lichtquellen im Spiel sind, müssen diese möglichst gut aufeinander abgestimmt werden. Aber wie finde ich heraus, um wie viele Stufen ich den Zweitblitz abregeln sollte, wenn ich zwei Lichtwerte unter dem Hauptlicht sein möchte und gleichzeitig den Abstand zum Motiv verändert habe weil mir der Lichtkegel nicht gefallen hat?

Ganz einfach, ich messe einmal das Hauptlicht und einmal das Kantenlicht. Dann weiß ich den Einstellwert des Zweitblitzes für das Kantenlicht. Bsp Logisch? Ja, wenn man einmal durchgestiegen ist, was die Zonenmethode so ist (eine englische Einführung findest du hier: http://www.luminous-landscape.com/tutorials/zone_system.shtml oder deutsch auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Zonensystem) Einfach? Ja, vorausgesetzt du hast einen Belichtungsmesser. Und wenn nicht? Naja, die Hauptsache ist, dass es dir Spaß macht 🙂

5. Ein Belichtungsmesser misst Helligkeitsunterschiede- z.B. den Unterschied zwischen Umgebungslicht und Blitzlicht

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Hier wurden das Keylight, Umgebungslicht und Kantenlicht getrennt angemessen und genau aufeinander abgestimmt.

Zur Motivgestaltung gehört für mich, mit Hilfe des Lichts mein Motiv heraus zu modellieren, um es in den Fokus des Betrachters zu bringen. Dazu gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten: geringe Schärfentiefe, farblicher Kontrast und Lichtkontrast.

Farbigen Kontrast zu nutzen ist nett, aber nicht immer anwendbar und für Portraits am allerwenigsten. Mit Tiefenunschärfe zu arbeiten ist ein beliebtes Mittel um die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das wichtige zu lenken. Außerdem kommen wir Fotografen bei einem „geilen Bokeh“ immer gerne ins Schwärmen.
Aber jetzt kommt’s: wenn du ein wirklich gutes Foto haben willst, musst du mit dem Blick eines schwarz-weiß Fotografen schauen. Anselm Adams zum Beispiel hat vor seinem inneren Auge die Helligkeitswerte eines Motivs in seiner Vorstellungskraft vorweg genommen. Er hat das Bild gesehen bevor er es fotografiert hat – und weil er schwarz-weiss fotografierte (hauptsächlich), sah er das Bild in schwarz-weiss. Er wusste genau, welche Lichtwerte nebeneinander liegen würden, welche Flächen dominieren und welche Kontraste er über das Bild hinweg haben würde.

Deshalb lohnt es sich, sein Motiv vom Hintergrund zu isolieren. Am einfachsten geht das mit Hilfe von Lichtabfall, indem du dein Motiv nahe zur Lichtquelle positionierst und den Hintergrund weiter nach hinten bringst.

Ein guter Anfangswert für diesen Lichtabfall ist eine Unterbelichtung von 1-2 Werten für den Hintergrund. Natürlich sollte das Motiv selbst korrekt ausgeleuchtet sein. Dabei kannst du schon bei der Aufnahme einen Effekt erzielen, der in Richtung einer dodge-and-burn Nachbearbeitung geht, aber eben schon während der Aufnahme. Das geht aber nur, wenn du den Lichtwert vom Hauptmotiv und den Wert vom Hintergrund messen kannst.

Klar, man sollte diesen Look mögen. Nicht jedem gefällt es. Ich nenne das „mit Licht modellieren“, und es hat Vorteile wenn du es gelernt hast:
Weil es knackiger wird. Weil dein Foto mehr Ausdruck bekommt. Weil diese Technik die Aufmerksamkeit des Betrachters auf die Hauptsache fokussiert. Egal ob du farbig fotografierst oder schwarz-weiß.

Fazit

Jetzt kennst du meine Meinung. Ich finde, es spricht einiges für einen Belichtungsmesser, aber es hängt auch davon ab, was du fotografierst. In der Landschaftsfotografie halte ich ihn für sinnvoll, aber viele Landschaftsfotografen würden ein Filterset vorziehen, müssten sie sich zwischen beiden entscheiden.

Ob du einen Belichtungsmesser brauchst oder nicht, kannst du nur selbst beantworten. Im Portraitbereich zum Beispiel finde ich ihn unverzichtbar. Ich kann es vergleichen mit der Planung einer Fahrtroute. Kann ich den Ort zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen? Ja, in drei Stunden. Kann ich dort mit dem Öffentlichen Verkehr hinkommen? Ja, aber nicht sonntags. Wenn ich weiß dass ich mit dem Auto in 15 Minuten dort sein kann, ist das vielleicht die beste Option, aber natürlich nicht die einzige. Für die Arbeit mit dem Belichtungsmesser ist es ähnlich. Es gibt immer mehrere Wege zum Ziel. Willst du kreativ mit Licht arbeiten, sparst du viele Umwege, wenn du einen Belichtungsmesser im Gepäck hast. Was für Pfadfinder der Kompass, ist für Fotografen der Belichtungsmesser.
Ciao Leute 🙂

Links
Mein Produkt-Review vom Gossen Sixtomat F2
Herstellerseite Gossen

4 comments

  1. Hallo Entschuldigung das ich Sie kontaktiere ,ich bin im Internet auf
    Ihre Webseite gestoßen .Es ist erstaunlich das trotz Google viele
    Fragen zu Fotografie offen bleiben ,zu viele reden mit und es ist
    schwer die Spreu vom Weizen zu trennen .Die allgemeinen Grundlagen der
    Fotografie habe ich verstanden ,leider bin ich trotzdem mit
    verschiedenen Situationen überfordert .Z.B. Hell -Dunkel -Kontraste
    ;der Himmel flau der Wald ok oder umgedreht .Am Ende kriege ich die
    Fotos hin in dem ich Belichtungsreihen Blende 10 mit untersch
    .Belichtungszeiten mache und das beste raussuche ,was aber sehr
    aufwendig ist ,trauen Sie sich zu die Belichtung so einzuschätzen das
    das Foto beim ersten mal sitzt ?
    Ich fotografiere ausschliesslich Landschaften halten Sie einen
    externen Belichtungsmesser hierbei (nicht im Studio ) für sinnvoll ?
    Ist die Graukarte für Landschaften sinnvoll ?
    Und dann habe ich mir noch eine Expodisc 2,0 geleistet die eigentlich
    für den Weissabgleich gedacht ist ,meine Überlegung war damit die
    Belichtung für Landschaft zu messen ,Ding in Richtung Motiv
    davorhalten AEL Belichtung speichern und ohne auslösen -Ergebnis
    unbefriedigend .Es muss doch eine Möglichkeit geben grosse
    Belichtungsreihen zu umgehen ,können Sie helfen ?

    Grüsse aus Altenburg
    Danilo G.

  2. Hallo Danilo,

    danke für deine Anfrage, die ich gerne beantworte!
    Wenn ich deine Frage richtig verstehe, geht es dir darum, in der Landschaftsfotografie die richtige Belichtung zu finden. Ich bin kein Spezialist dafür, will dir aber gerne meinen Kenntnisstand dazu wiedergeben.

    Zuerst einmal zu deiner Frage, ob ein externer Belichtungsmesser dein Problem lösen kann. Nein, ich glaube eher nicht. Was du beschreibst hat vielmehr mit einem anderen Zusammenhang zu tun. Ich hoffe dir zu helfen, wenn ich diesen Zusammenhang genau beschreibe:

    In der Welt da draussen kommt ein sehr grosses Spektrum von Helligkeitswerten vor. Der Bereich vom hellsten zum dunkelsten Bereich (insbesondere bei Sonnenlicht in der Landschaft) ist wirklich sehr gross. Unser Auge meistert diesen Helligkeitsunterschied sehr viel besser als jeder Kamera-Sensor. Deshalb ist die Belichtung eines Fotos überhaupt mal ein Thema. Die Bandbreite von den hellsten zu den dunkelsten Bereichen eines Motivs nennen wir in der Kamera-Technik übrigens Dynamik(umfang). Wir können diesen Dynamikumfang in Helligkeitswerten messen und kommen zum Beispiel zum Ergebnis dass er 15 Stufen umfasst (ist jetzt rein fiktiv geschätzt). Die meisten Sensoren verarbeiten aber nur den Umfang von ungefähr 10-11 Helligkeitsstufen (manche aktuell ca. 13 Stufen). Das bedeutet, dass eine Kamera NIE alle Helligkeitswert und alle dunklen Bereiche ohne Verlust von Zeichnung auf ein Bild bekommen kann. Aus dieser physikalischen Tatsache resultiert dein Problem der „richtigen“ Belichtung.

    mögliche Lösungsansätze:
    – Aus diesem Grund verwenden viele Landschaftsfotografen einen Grauverlaufs-Filter. Dadurch lässt sich der Himmel abdunkeln und der Dynamikumfang kommt in den Bereich, in dem die Kamera die Hell-Dunkel-Unterschiede meistern kann. Das ist die professionellste aber auch teuerste Lösung des Problems. Wenn du dich dafür interessierst, informiere dich, welches Grauverlauf-Filtersystem an deiner Kamera passt.
    – eine andere Variante ist es, eine Belichtungsreihe zu erstellen und aus z.B. 3 unterschiedlich belichteten Bilder zu erstellen. Am Computer wird nachträglich und per Software daraus eines gemacht, das alle Helligkeitswert korrekt darstellt (Hight Dynamic Range = HDR Aufnahme, verlangt ein Stativ und die Software dazu, z.B. Photomatix Essentials.)
    – oder man nimmt in einem bestimmten Bereich Verluste von Zeichnung in Kauf und findet mit trial-and-error heraus, welche Belichtung subjektiv am besten gefällt. Dann ist der Himmel eventuell so hell, dass keine Wolken mehr sichtbar sind, oder in den Schatten sieht man nur noch schwarz, aber z.B. keine Bäume mehr… das ist die Verfahrensweise, die du beschrieben hast. Dabei kommen Aufnahmen heraus, die einen bestimmten Stil und Charme haben, wahrscheinlich aber nicht von Bildagenturen akzeptiert werden würden.

    Jetzt noch zu deiner Frage, was dir eine Graukarte (und ein externer Belichtungsmesser) helfen kann: Kann ich mit diesem Tool die korrekte Belichtung heraus finden?
    Ja und nein. Technisch kannst du mit der Graukarte (wenn sie richtig gehalten und richtig angemessen wird) tatsächlich die richtige Belichtung heraus finden. Richtig heisst in diesem Fall, dass du die tatsächlich vorhandene Lichtmenge ermittelst und die passende Belichtung dafür einstellst, ohne dass der interne Belichtungsmesser von besonders hellen oder besonders dunklen Stellen irritiert wird. Ein korrekt belichtetes Bild muss aber subjektiv nicht das beste sein. Zum einen löst das nicht das Problem des grossen Dynamikbereiches, du wirst also in hellen und dunklen Bereichen Verluste haben. Zum anderen wirken die Farben leicht über- oder unterbelichtet oft viel interessanter, insbesondere wenn du eine Lichtstimmung einfangen willst. Daher ist die Matrix-Messung deiner Kamera eventuell besser geeignet, um möglichst viel Helligkeitswerte einzufangen, bzw. kann eine absichtliche Unterbelichtung bzw. Belichtungskorrektur die eindrucksvolleren Ergebnisse bringen.

    Zu analogen Zeiten habe ich bei tiefem Sonnenstand mit einem einfachen Trick immer gute Ergebnisse erzielt. Dafür habe ich den Zenit angemessen (senkrecht nach oben) und diesen Belichtungswert gespeichert. Dann habe ich den Ausschnitt gewählt (Sonnenuntergang o.ä.) und abgedrückt. Besonders bei wenig Licht (Sonnenuntergang, blaue Stunde, usw.) bringt das gute Ergebnisse, da der Himmel dann einen ähnlichen Grauwert wie die Graukarte hat.

    Wie weiter?
    Ich würde dir empfehlen – wenn vorhanden – die Matrix-Messung zu benutzen und eine Belichtungsreihe von 3 Bildern zu machen. Viele Kameras können das automatisch, du musst nur die Spreizung eingeben. Das heisst dann Belichtungs-Bracketing. Für den Anfang würde ich den Belichtungswert auf +/-1 Stufe (+/0/-) einstellen und dann im Nachhinein entscheiden, welches Bild dir am besten passt. Alle fortgeschrittenen Techniken habe ich oben kurz angedeutet, falls du dann tiefer einsteigen willst.

    Einen Kommentar möchte ich noch ergänzen: in der Landschaftsfotografie spielt das passende Licht natürlich eine entscheidende Rolle. Vielleicht machst du das schon, aber eingefleischte Landschaftsfotografen sind nur 1 Stunde vor- bis 1 Stunde nach Sonnenauf- bzw. -untergang unterwegs. Je nach Moment und Perspektive bekommst du die Dynamik vielleicht auch so in den Griff, indem du dich auf bestimmte Zeiten und Lichtsituationen beschränkst. Technisch gesehen verarbeiten übrigens die aktuellen Sony-Sensoren den grössten Dynamikumfang, sie sind auch in den höherwertigen Nikon Kameras verbaut.

    Viel Erfolg damit und vor allem viel Spass!

  3. Per E-Mail hat mich eine ermutigende Anfrage erreicht, deshalb möchte ich sie hier in den Kommentaren posten:

    Lieber Herr Frick,

    mein Sohn – bald 12 Jahre – und ich haben im Internet nach externen Belichtungsmessern gesucht und sind dabei auf Ihren Beitrag über den Sixtomat F2 auf Sie gekommen. Nun sehen wir uns Ihre Website an und bestaunen die schönen Fotos – mir persönlich gefällt das Foto mit Feuerwehrauto in New York wahnsinnig gut.

    Nun meine Frage: mit welchen Kameras fotografieren Sie? Sie haben sicher mehrere, aber fotografieren Sie auch analog oder ausschließlich digital?

    Auch wir haben natürlich eine digitale Kamera zu Hause (Nikon D80), aber mein Herz schlägt für die analoge Fotografie – schließlich habe ich mit einer Praktika MTL5 zu fotografieren begonnen. Hier gibt es leider keine wirklich passende Batterie mehr (wegen der Spannung) und ich muss wohl auf einen externen Belichtungsmesser umsteigen – was Sie in einem Bericht als ohnehin „gscheiter“ (wie ich als Wienerin sagen würde) finden.

    Wir, Julian und ich, werden nun also nach einem guten Belichtungsmesser suchen (vielleicht wird es ja der Sixotmat – hätten Sie noch andere Empfehlungen?) und werden uns ins Abenteuer des Fotografierens werfen – mit der Praktika, der Leica M2, der Leica SLR2 und unserer Photina Reflex III (Mittelformat) und sind schon sehr neugierig auf die Ergebnisse. Es ist unglaublich schön zu sehen, dass sich ein knapp 12 Jähriger für Analogie so sehr begeistern lässt.

    Gratulation für Ihre schönen Fotos und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!

    Herzliche Grüße aus Wien
    G.K.

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